Taino Bay ist das neuere der beiden Kreuzfahrtterminals von Puerto Plata. Es wurde im Dezember 2021 in der stadteigenen Bucht eröffnet, neben dem alten Handelshafen und direkt unterhalb des historischen Zentrums. Die Schiffe machen an einem langen Pier fest, der zwei große Schiffe gleichzeitig aufnehmen kann; an seinem landseitigen Ende liegt ein eigens gebautes „Hafendorf“ mit Pool, Lazy River, Bars, Restaurants und Läden, und hinter dessen Tor beginnt das echte Puerto Plata.
Taino Bay oder Amber Cove — welchen Hafen nutzt mein Schiff?
Das ist die Frage, die am meisten Verwirrung stiftet, weil Reedereien beide einfach als „Puerto Plata“ führen. Es sind verschiedene Orte, etwa 12 Straßenkilometer voneinander entfernt.
| Taino Bay | Amber Cove | |
|---|---|---|
| Eröffnet | Dezember 2021 | Oktober 2015 |
| Entwickelt von | ITM Group, einem privaten Hafenentwickler | Carnival Corporation |
| Lage | Innenstadt von Puerto Plata, an der Stadtbucht | Bucht von Maimón, westlich der Stadt |
| Zu Fuß in die Stadt? | Ja — Festung und Altstadt 10–15 Minuten zu Fuß | Nein — Taxi oder Shuttle, etwa 15–20 Minuten |
| Im Hafen | Pool mit Swim-up-Bar, Lazy River, Läden, Bars, Restaurants | Pools, Lazy River, Wasserrutschen, Zipline, Läden, Bars (einige Attraktionen kostenpflichtig) |
| Reedereien, die typischerweise anlegen | Norwegian, MSC, Royal Caribbean, Celebrity, Virgin Voyages und andere außerhalb der Carnival-Gruppe | Carnival, Princess, Holland America und andere Marken der Carnival Corporation |
Die Liste der Reedereien ist eine Faustregel, keine Garantie — Liegeplätze werden getauscht, wenn ein Hafen voll ist oder ein Pier repariert wird. Verlässlich sind deine Reiseunterlagen und die App der Reederei, die das Terminal nennen. Steht im Reiseplan „Amber Cove“, hilft dir der Großteil dieser Seite trotzdem: Rechne einfach überall, wo wir „zu Fuß“ schreiben, 15–20 Minuten Fahrt dazu.
Was es im Hafen Taino Bay gibt
Das Hafendorf ist für Kreuzfahrtgäste kostenlos zugänglich und so angelegt, dass du den ganzen Tag dort verbringen könntest. Dich erwarten:
- Ein großer, frei geformter Pool mit Swim-up-Bar, Liegen und Sonnenschirmen. Die Nutzung des Pools war bisher kostenlos; Cabanas und Premium-Liegen werden vermietet.
- Ein Lazy River, der sich durch die Gartenanlage schlängelt — das, woran sich Familien erinnern.
- Bars und Restaurants mit dominikanischen Gerichten, Burgern, Meeresfrüchten und sehr viel Presidente-Bier und Rumpunsch. Die Preise liegen auf Resortniveau und sind in US-Dollar angegeben.
- Läden: Duty-free, Bernstein- und Larimarschmuck, Zigarren, Rum, Kaffee, Schokolade und Souvenirs, angelegt wie eine bunte karibische Straße.
- Unterhaltung: Merengue- und Bachata-Bands, Tänzer und zeitweise kleine Tiergehege mit Vögeln und Affen.
- Tourenschalter und ein Taxistand nahe dem Ausgang, dazu eine Touristeninformation.
WLAN gibt es manchmal bei einem Kauf an den Bars; verlass dich nicht darauf, dass es schnell ist. Bring ein Handtuch vom Schiff mit. Einen natürlichen Badestrand gibt es am Hafen nicht — für Sand und Meer siehe Playa Dorada.
Vom Schiff zum Tor
Der Pier ist lang — rechne mit gut zehn Minuten zu Fuß von der Gangway bis zum Hafendorf, in der Mittagshitze mit mehr. Für Gäste, die sie brauchen, wurden Shuttle-Carts bereitgestellt; frag beim Aussteigen die Crew oder das Hafenpersonal. Dann gehst du durch das Dorf (es ist so gebaut, dass du an den Läden nicht vorbeikommst) zum Ausgang, wo du den offiziellen Taxistand, Tourveranstalter mit Schildern und die Straße in die Stadt findest. Von der Gangway bis zum Tor solltest du 15–20 Minuten einplanen.
Nimm deine Bordkarte und einen Lichtbildausweis mit; die Karte wird beim Wiedereintritt verlangt.
Zu Fuß nach Puerto Plata
Vor dem Tor stehst du am westlichen Rand der alten Stadt. Zwei kurze Spaziergänge decken das Wesentliche ab, und sie lassen sich zu einer Runde von etwa zwei bis drei Stunden verbinden.
Spaziergang 1: die Festung und der Malecón (10–15 Minuten pro Strecke)
Halte auf die Landzunge La Puntilla zu, die du vom Schiff aus siehst. Hier liegen die Fortaleza San Felipe, 1577 vollendet, der eiserne Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert und ein Uferpark. Von der Festung zieht sich der Malecón — die Uferstraße — kilometerweit nach Osten, vorbei an einer Neptunstatue auf einem Felsen vor der Küste.
Spaziergang 2: der zentrale Park und die bunten Straßen (10–15 Minuten pro Strecke)
Geh über die Hauptstraßen landeinwärts hinauf zum Parque Independencia mit seinem viktorianischen Pavillon und der Kathedrale San Felipe. Im Umkreis von zwei, drei Blocks liegen die Schirmstraße (Calle de las Sombrillas), der ganz in Rosa gehaltene Paseo de Doña Blanca und, etwas weiter, das Bernsteinmuseum. Einzelheiten stehen auf unserer Altstadt-Seite.
Taxis und Fortbewegung
Offizielle Taxis warten am Hafenausgang. Sie haben kein Taxameter und fahren nach einem festen Tarif der örtlichen Taxivereinigung, der auf einer Tafel am Stand aushängt und in US-Dollar angegeben ist. Weil wir Zahlen, die sich ändern, nicht überprüfen können, drucken wir sie hier nicht ab — lies die Tafel.
- Vereinbare den Gesamtpreis vor dem Einsteigen: den Preis, ob pro Person oder pro Fahrzeug, einfach oder hin und zurück, und wie lange der Fahrer wartet.
- Hin und zurück mit Wartezeit ist bei Stränden, Seilbahn und Wasserfällen üblich. Zahle am Ende, nicht am Anfang.
- Verhandeln ist bei längeren Fahrten und für Gruppen, die einen Minivan füllen, normal; bei kurzen ausgehängten Tarifen an vollen Schiffstagen bringt es weniger.
- Zahle mit kleinen US-Scheinen oder in Pesos; Fahrer haben selten Wechselgeld für große Scheine.
- Fahrdienst-Apps funktionieren in Puerto Plata, aber die Abholung direkt am Hafentor kann eingeschränkt sein — eventuell musst du ein, zwei Blocks laufen.
- Motoconchos (Motorradtaxis) sind das Verkehrsmittel der Einheimischen. Sie sind billig, ohne Helm und nichts, was wir Besuchern empfehlen.
Ungefähre Fahrzeiten ab Taino Bay: Seilbahnstation 10–15 Minuten; Costa Dorada und Playa Dorada etwa 15; Ocean World in Cofresí 10–15; die Damajagua-Wasserfälle 30–40; Sosúa 35–45; Cabarete 50–60.
Wie viel schaffst du? Pläne für 4, 6 und 8 Stunden
Rechne deine nutzbare Zeit von dem Moment, in dem du das Schiff tatsächlich verlassen kannst, bis eine Stunde vor „Alle an Bord“. Eine Liegezeit, die mit 8 bis 17 Uhr angegeben ist und „Alle an Bord“ um 16.30 Uhr hat, ergibt etwa sieben nutzbare Stunden.
Etwa 4 Stunden an Land
- Zu Fuß: die Festung und der Leuchtturm (45 Min.), der Malecón, dann hinauf zum zentralen Park, zur Schirmstraße und zur rosa Gasse (1 Std. 30), ein Kaffee, und zurück für eine Stunde am Hafenpool.
- Oder ein kurzer Ausflug: zwei Stunden Quad oder Zipline, oder die dreistündige Tour zu den sieben Wasserfällen, wenn sie bald nach dem Anlegen startet — danach direkt zurück.
Etwa 6 Stunden an Land
- Der Klassiker: Damajagua-Wasserfälle am Vormittag (3–4 Stunden von Tür zu Tür), Mittagessen, dann anderthalb Stunden zu Fuß zur Festung oder in die Altstadt.
- Kulturtag: eine vierstündige Stadttour mit Rum- und Schokoladenfabrik, danach Hafenpool und Lazy River.
- Strandtag: mit dem Taxi für drei Stunden an die Playa Dorada und auf dem Rückweg die Altstadt.
8 Stunden oder mehr an Land
- Wasserfälle plus: eine Kombi mit Ziplines, Buggys oder dem Affenschutzgebiet (4–5 Stunden), dann der Altstadt-Spaziergang.
- Der Berg: eine sechsstündige Stadt-Highlights-Tour mit Seilbahn und Mittagessen — wenn der Gipfel frei ist.
- Das Meer: die sechsstündige Katamaran- und Schnorcheltour ab Sosúa.
- Auf eigene Faust: gleich morgens mit dem Taxi zur Seilbahn, Playa Dorada zum Mittagessen und Schwimmen, die Festung um vier Uhr, wenn das Licht am besten ist.
Fertige Angebote für jeden Plan findest du auf unserer Seite mit den besten Landausflügen.
Barrierefreiheit
Das Hafendorf selbst ist modern, eben und in den Hauptbereichen stufenlos, mit Rampen und barrierefreien Toiletten, und die Shuttle-Carts helfen auf dem langen Pier. Hinter dem Tor wird es schwieriger: Die Gehwege der Altstadt sind schmal und uneben, mit hohen Bordsteinen und wenigen Absenkungen, und die Festung hat steile Stufen und groben Stein. Für Rollstuhlfahrer sind die Malecón-Promenade und der Park um die Festung leichter als die Straßen im Inneren. Die Damajagua-Wasserfälle sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht zugänglich; bei der Seilbahn gibt es Stufen, und in der Kabine steht man. Wenn du ein angepasstes Fahrzeug brauchst, organisiere im Voraus eine Privattour und nenne deine Anforderungen schriftlich — verlass dich nicht darauf, am Stand eines zu finden.
Sicherheit am Hafen und in der Umgebung
Der Hafen ist ein gesicherter, kontrollierter Bereich. Die Straßen zwischen Tor, Festung und zentralem Park sind an Schiffstagen belebt und werden von der Touristenpolizei (Politur) bestreift. Die realistischen Risiken sind Kleindiebstahl und überhöhte Preise, nicht Gewalt: Lass Wertsachen an Bord, trag Bargeld in der vorderen Tasche, vereinbare Preise vorher und bleib bei Tageslicht im zentralen Bereich. Mehr dazu im Reiseführer.

